Umwelt- und Klimaschutz steht völlig zu Recht hoch im Kurs; auf unsere Natur und Umgebung zu achten ist dringend notwendig.

Holz ist ein regenerativer Rohstoff und gilt prinzipiell als umweltfreundlich. Wer sich z.B. jetzt zur Sommersaison für Gartenmöbel aus Holz entscheidet, wird aber nicht automatisch zum nachhaltigen Einkäufer.

Denn: Erstens ist es wichtig, wie lange ein Möbelstück hält und verwendet wird, zweitens erfüllt nicht jede Holzart die Kriterien, die aus ökologischen Gesichtspunkten gewährleistet sein müssen.

Sie möchten mehr Infos dazu? Wir beraten Sie gerne auch insbesondere in Hinblick auf Umweltschutz und Holzsorten.

Vor allem Teakholz, also Tropenholz, ist bei Gartenmöbeln sehr beliebt. Das harte Teakholz ist bei Gartenmöbeln vor allem deshalb so sinnvoll, weil es extrem witterungsbeständig ist, auch gegen Schimmel und Pilze. Gerade aber Teak, das natürlich auch aus illegalem Einschlag von asiatischen Tropenwäldern stammen kann, ist immer wieder in der Diskussion.

Grund: Insbesondere wenn Tropenholz illegal geschlagen wird, geht damit nicht nur eine massive Umweltzerstörung einher, mitsamt der Verdrängung der Fauna und der dort lebenden Ureinwohner, sondern es wird auch der riesige CO2-Speicher der Tropenwälder zerstört.

Deshalb verwenden wir so weit wie möglich Holz aus kommunaler Herstellung und achten auf entsprechende Umweltsiegel: Z.B. Holz mit dem FSC-Zertifikat muss aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Einzig das FSC-Siegel, das von der Organisation Forest Stewardship Council, mit Sitz in Bonn vergeben wird, bietet in diesem Bereich eine Orientierung. Greenpeace kritisierte mehrmals, die aus ihrer Sicht laxe Vergabe des FSC-Siegels gerade in problematischen Regionen. Aber FSC selbst weist darauf hin, dass die Organisation auf das jeweilige Landesrecht achten muss und wenig dagegen tun kann, wenn ein Land Abholzung zulässt. Es ist also auch für uns Schreiner nicht einfach zu differenzieren, allerdings achten wir stets auf neuste Berichte und bilden uns auch was entsprechende Zertifikate angeht, stets weiter. Wir müssen allerdings auch auf die Firmen vertrauen, dass es wirklich FSC-zertifiziertes Holz ist. Deshalb achten wir stets auf unsere Lieferanten und handeln im Zweifelsfall nach unserem Bauchgefühl.

Unsere Tipps für Sie in der Übersicht

Umweltschonende Alternativen:

Eine Alternative zu Teak-Holz stellt die Douglasie dar: Sie ist relativ leicht und preiswert. Meistens ist das Holz lasiert, weil es eben nicht sonderlich wetterbeständig ist, daher muss es auch vom Verbraucher wesentlich mehr gepflegt werden, als Tropenholz. Wenn es auch etwas schwerer sein darf, ist zum Beispiel die Robinie oder auch „falsche Akazie“ bestens geeignet. Sie ist sehr hart und witterungsbeständig, vor allem für den Außenbereich tauglich. Auch die Edelkastanie kann eine gelungene Alternative sein.

Aber: Auch auf die umweltfreundliche Pflege kommt es an, die ist jedoch mit sehr einfachen Mitteln bei gutem Holz umsetzbar. Nehmen Sie sich z.B. lauwarmes Wasser, machen Sie einen Schuss Spülmittel rein, nehmen Sie eine Wurzelbürste, bürsten Sie die Oberflächen sauber, damit die Poren von dem Holz wieder frei werden. Lassen Sie es bei einem schönen Tag abtrocknen, das geht verhältnismäßig schnell. Dann nehmen Sie sich einen sauberen Leinen- oder Baumwolllappen, ein wenig Teaköl, tränken den Lappen und wischen drüber und dann haben Sie die schöne alte Farbe von ihrem Holz wieder.

Zu guter Letzt: Das richtige Recycling:

Gartenmöbel aus Holz sind sehr stabil und langlebig, aber nicht unsterblich. Irgendwann ist es soweit und das gute Stück geht in die Brüche, verzieht sich oder verliert gänzlich seine Schönheit.

Wenn alles Abschleifen nichts hilft, wird es Zeit, sich von seinem Gartenmöbel zu verabschieden. Doch wohin damit?

Holz, das nicht mit chemischen Schutzmitteln behandelt wurde, ist für die Umwelt unbedenklich und könnte im Hausmüll entsorgt werden. Aber das wäre sehr schade um den Rohstoff. Landet das kaputte Gartenmöbel nämlich im Heizkraftwerk oder auf der Deponie, ist das Holz verloren. Also machen Sie sich lieber die Mühe und bringen die ausgedienten Holzmöbel zum Sperrmüll auf den Wertstoffhof, um sie recyceln zu lassen. Sie können zum Beispiel zu Holzspanplatten weiterverarbeitet werden.

Ein Qualitäts- und ein Umweltsiegel ist also genauso wichtig für die Schonung unserer Umwelt wie die Behandlung mit umweltfreundlichen Pflegemitteln. Tropenholz im Garten braucht es nicht unbedingt, auch hier kann man auf umweltfreundlichere Alternativen ausweichen.

Auf die richtige Beratung beim Kauf der Gartenmöbel sollten Sie aber nicht verzichten: Je nachdem, wie lange im Jahr und unter welchen Umständen die Möbel beansprucht werden, ist eine spezielle Holzart sinnvoll. Außerdem sind Abdeckungen zu empfehlen, die das gute Stück schützen, wenn es mal nicht gebraucht wird.

Sprechen Sie uns gerne jederzeit an, wir beraten Sie umfassend und wir finden gemeinsam die beste Lösung für Ihre Bedürfnisse!

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