„Der Wald in Deutschland ist mehr als die Summe seiner Bäume. Wenn sie bedroht sind, gehen die Deutschen auf die Barrikaden. Denn der Wald ist in unserem Land nicht nur eine von der Forstwirtschaft geformte Kulturlandschaft und das Ergebnis moderner Freizeitgestaltung zwischen GPS-gestützten Wanderungen und Baumwipfelpfaden. Wälder und Bäume verfügen zugleich über hohe symbolische, spirituelle, märchengleiche Ausstrahlungskräfte und sind seit jeher Gegenstand deutscher Dichtung, Kunst und Musik. Auf diese Weise hat sich der Wald tief im Bewusstsein der Deutschen verankert – nicht nur, wenn wir unter Bäumen wandeln.”

(Deutsches Historisches Museum, Berlin 2012).

Unser Wald und dessen Erhalt und Schutz ist natürlich elementar für unser Handwerk. Aber der Wald ist bei weitem mehr als nur ein Holzlieferant; er ist ein Stück Kulturgut, er ist Energielieferant und kann sogar zur Heilung bestimmter Symptome eingesetzt werden.

Hier unsere persönliche Liebeserklärung an den Wald:

Stichwort Nachhaltigkeit

Der Werkstoff Holz ist erst einmal sehr begehrt, daher liegt der Schlüssel in der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes. Nachhaltig bedeutet: Es wird nur so viel Holz geschlagen, wie es auch nachwächst. Daher achten wir prinzipiell auch sehr achtsam darauf, WO unser Holz als Ressource zur Verarbeitung herkommt.

Ein grober Überblick über die Geschichte des Waldes

Vor rund 400 Millionen Jahren entwickelten sich aus den Wasserpflanzen die ersten einfachen Landpflanzen. Doch erst vor rund ca. 300 Millionen Jahren entstanden die ersten Bäume. Im Karbon; der Steinkohlezeit – wuchsen die bekannten riesigen Wälder mit den Bärlapp-, Farn- und Schachtelhalmbäumen in einem günstigen feuchten und tropischen Klima.
Wie der Name „Steinkohlezeit“ bereits sagt, war dies die Zeit der Speicherung des vorkommenden freien Kohlendioxids in Pflanzen, deren Umwandlungs- und Endprodukte wir heute verfeuern und wieder freisetzen. Nach Rückgang der Bärlapp-, Farn- und Schachtelhalmbäume aufgrund des trockeneren Klimas entstanden vor 270 Millionen Jahren unsere heutigen Nadelbäume. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine Baumart, die als erdgeschichtliches Relikt bis heute überlebt hat: der Ginkgo. Dieser ist eine Übergangsart zwischen den Nadel- und Laubbaumarten.

Vor rund 100 Millionen Jahren entwickelten sich schließlich die Laubbäume und wurden zum vorherrschenden Wald. Dann begann sich das Klima auf der nördlichen Halbkugel vor etwa einer Million Jahre stark abzukühlen. Die Eiszeiten kamen… Von 600.000 bis 12.000 v. Chr. wechselten vier Eiszeiten mit wärmeren Zwischenzeiten ab. Mit der Zunahme der Temperatur eroberte wieder die Vegetation die Flächen zurück. Allerdings waren viele Pflanzenarten ausgestorben oder eine Rückwanderung war durch den hohen Alpenriegel erschwert. Die Folge war eine viel artenärmere Flora als vor der Eiszeit. In die tundrenartige Flora wanderten zunächst sogenannte Pionierbaumarten, wie z.B. Birken und Kiefern, ein. Dann kamen mit zunehmender Temperatur Haselstrauch und Eichen.

Schließlich dehnten sich die Mischwälder aus Eichen, Linden, Ulmen und Eschen aus. Das dann folgende etwas kühlere und feuchtere Klima führte dazu, dass die Eichen sich auf die Ebenen zurückgezogen haben, während die Buchen heute ohne menschlichen Eingriff die am weitesten verbreiteten Bäume wären.

Der Wald als Energiequelle für Gesundheit und Wohlbefinden

…wir riechen die Tannennadeln, das Holz und genießen die Stille der Natur. Nicht nur für Hundebesitzer und Jogger ist der Wald Rückzugsort in der Freizeit und zugleich Ruhepol. Die wohltemperierte Luftfeuchtigkeit, der Sauerstoff und das Vogelgezwitscher haben außerdem positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit: Der Wald ist eine urvertraute Umgebung und entspannt und aktiviert den Teil des Nervensystems, der für Erholung zuständig ist: den Parasympathikus. Wie mittlerweile erwiesen ist, sinken die Stresshormone im Blut und Entspannung setzt ein. Am stärksten wirkt sich der Wald auf die Psyche aus:

Das seelische Wohlbefinden, die Stimmung und die Schlafqualität steigen, Angstgefühle werden weniger. Diese Wirkung ist umso stärker, je größer die seelische Belastung ist. Eine Rolle spielt dabei auch die Farbe Grün, die eine beruhigende Wirkung hat. Außerdem ist die Bewegung an der frischen Luft natürlich auch gut für den Blutdruck und vieles mehr.

Details gibt es nachzulesen unter Apotheken.de .

Wir hoffen unsere Hommage an den Wald hat Ihnen gefallen.

Herzlichst

Ihre Schreinerei Günter Bach aus Dudweiler

P.c.: Pixabay/ejaugsburg

Quellen: Wikipedia, Deutsches Historisches Museum, Apotheken.de.