Mit dem Tanz in den 1. Mai wird traditionell die Begrüßung des Frühlings zelebriert. Besagter Tag läutet im Volksmund die Zeit der reichen Ernten und der wärmeren Tage ein.

Er ist in Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Belgien, Teilen der Schweiz und in vielen anderen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. Wir wünschen Ihnen einen erholsamen freien Tag heute und hoffen, Sie haben Spaß an unserem kleinen Impuls zum 1. Mai-Feiertag.


Warum heißt der 1. Mai auch „Tag der Arbeit“ und aus welchem Grund wurde er zum Feiertag?

Der 1. Mai wird als Tag der Arbeit, Tag der Arbeiterbewegung, Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse oder auch als Maifeiertag bezeichnet. Gesetzlicher Feiertag wurde er erstmals bereits 1919,- jedoch noch unter Protest. Da sich bürgerliche und konservative Gruppierungen gegen den neuen Feiertag aussprachen, behalten ihn nach dem 1. Weltkrieg nur wenige Bundesländer in Deutschland in den folgenden Jahren bei, – darunter unter anderem Braunschweig und Lübeck.


Ursprung ist der „Haymarket Riot“

Ursprünglich kommt der Feiertag allerdings nicht aus Deutschland, sondern hat seinen Ursprung in den USA. Beim „Haymarket Riot“ im Jahre 1886 in Chicago enden die Streiks der Arbeiter in blutigen Auseinandersetzungen. Im Detail: In den USA streiken am 1. Mai 1886 rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und fordern die Einführung eines Acht-Stunden-Tags sowie bessere Arbeitsbedingungen.

In Chicago kommt es des Weiteren am 3. und 4. Mai im Rahmen der Streiks zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Im Verlauf des sogenannten „Haymarket Riot“ sterben sowohl mehrere Demonstranten als auch Polizisten. Als Konsequenz daraus, beschließen 1889 die Gewerkschaften und Arbeiterparteien auf dem Zweiten Internationalen Arbeiterkongress in Paris, zum Gedenken an die Opfer von Chicago, am 1. Mai zu einer internationalen Demonstration aufzurufen. Zentrale Forderungen sind auch hier erneut der Acht-Stunden-Tags, außerdem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.


Ein Jahr später finden am 1. Mai auch in Deutschland Streiks, Demonstrationen und die sogenannten Maispaziergänge statt, um für die Arbeiterrechte zu kämpfen. Rund 100.000 Menschen beteiligen sich. Im Oktober 1890 beschließt die SPD, den 1. Mai zum Tag der Arbeiterbewegung zu machen. Fortan kommt es alljährlich am 1. Mai zu Streiks und Demonstrationen. Arbeitgeber reagieren darauf mit Aussperrungen und Entlassungen. Der 1. Mai entwickelt sich zum Symboltag des Klassenkampfes.

Der „Tag der Arbeit“ oder auch „Labor Day“ ist heute in vielen Ländern der Welt ein gesetzlicher Feiertag.


„Tag der Arbeit“ in Zeiten der Pandemie

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im vergangenen Jahr erstmals in seiner Geschichte nicht zu Kundgebungen und Demonstrationen auf Straßen und Plätzen aufgerufen. Stattdessen gab es kleine symbolische Aktionen und online wurde mit Streams und Videos auf die Rechte und Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufmerksam gemacht.

Weiterführende Infos unter der Homepage des NDR.

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